Baukindergeld

Mit dem Baukindergeld "kinderleicht" zum Eigenheim

Baukindergeld *1,2

Der Miet- und Wohnungsmarkt ist angespannt. Das Baukindergeld soll in dieser Situation Familien befähigen, Wohneigentum zu bilden, und gleichzeitig den Wohnungsbau fördern. Dazu erhalten Familien bis zu 12.000 Euro pro Kind (in Bayern ist der Betrag sogar höher) über einen Zeitraum von zehn Jahren – als Zuschuss zum Erwerb oder Neubau einer Immobilie.

Auch Kinderlose können über den Freistaat Bayern in den Genuss einer einmaligen Eigenheimzulage kommen.

Zielgruppe

Das Baukindergeld richtet sich an Familien mit Kindern um Ihnen den Weg zum Eigenheim zu erleichtern. Denn viele Familien müssen genau rechnen: Bevor sie Eigentum erwerben oder selbst bauen, machen sie einen Kassensturz. Die zentralen Fragen lauten: Ist genug Eigenkapital vorhanden? Reicht das Einkommen für die monatliche Kreditrate? Wie viel Haus können wir uns leisten?

Familien mit niedrigen und mittleren Einkommen will die Bundesregierung mit dem Baukindergeld unter die Arme greifen: Bis zu 12.000 Euro pro Kind stehen für die Förderung des Eigenheims bereit.

Der Bund fördert mit dem Baukindergeld sowohl den Neubau als auch den Erwerb von Bestandsimmobilien.

Förderbeträge

 

Die Höhe der Förderung hängt beim Baukindergeld von der Zahl der Kinder ab. Für ein einzelnes Kind erhalten Familien, die eine Immobilie erwerben oder ein Eigenheim bauen, einen Zuschuss von 1.200 Euro im Jahr. Die Förderung läuft maximal zehn Jahre. Wird sie über diesen Zeitraum beantragt, so hat die Familie ein Plus von insgesamt 12.000 Euro.

Für jedes weitere Kind erhöht sich dieser Betrag entsprechend. Eine Familie mit zwei Kindern erhält 2.400 Euro im Jahr, insgesamt 24.000 Euro. Und eine Familie mit drei Kindern kann mit einem Förderbetrag von 3.600 Euro im Jahr rechnen, insgesamt also 36.000 Euro in zehn Jahren.

Noch unklar ist, wie lange Kinder für die Förderung berücksichtigt werden – bis zum 18. Lebensjahr oder solange die Eltern für sie Kindergeld erhalten. Bei der Berechnung sollten Eltern beide Fälle durchkalkulieren, denn wenn das älteste Kind beispielsweise schon 12 Jahre alt ist, wird unter Umständen die zehnjährige Förderungsdauer nicht erreicht.

Einkommensgrenzen

Die Maßnahme soll Familien mit niedrigem und mittlerem Einkommen helfen, Wohneigentum zu schaffen. Daher gelten für den Bezug Einkommensgrenzen. Auch diese Grenzen sind allein nach der Zahl der Kinder gestaffelt. Das zu versteuernde Haushaltseinkommen einer Familie darf maximal 75.000 Euro plus einem Kinderfreibetrag von 15.000 Euro betragen, damit sie in den Genuss des Baukindergeldes kommt.

Die Obergrenze des maximal jährlich zu versteuernden Haushaltseinkommens beträgt bei

  • einem Kind: 90.000 Euro
  • zwei Kindern: 105.000 Euro
  • drei Kindern: 120.000 Euro
  • vier Kindern: 135.000 Euro
Wichtige Aspekte

Die Familien sollten bedenken, dass eine Immobilienfinanzierung meist deutlich länger läuft als die zehn Jahre, die das Baukindergeld bewilligt wird. Sie sollten daher frühzeitig mit ihrem Berater besprechen, wie sie die Finanzierung optimieren, um einen zu großen Anstieg der monatlichen Belastung nach zehn Jahren zu vermeiden.

1) Demnächst erhältlich von der KfW
2) Es gelten Einkommensgrenzen und weitere Voraussetzungen. Bei Berechtigung.